FAQ

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie Antworten auf die Fragen, die uns Hausverwaltungen, Bauleiter und Industriebetriebe am häufigsten stellen. Ist Ihre Frage nicht dabei, rufen Sie einfach an oder schreiben Sie uns.

Wann lohnt sich Seilzugangstechnik statt Gerüst oder Hubsteiger?

Seilzugangstechnik ist immer dann die bessere Wahl, wenn ein Gerüst zu langsam, zu teuer oder schlicht nicht aufstellbar ist. Das ist häufig der Fall bei schwer zugänglichen Stellen wie Innenhöfen, engen Gassen, Dachkanten oder Fassaden mit komplexer Geometrie, wo ein Gerüst gar nicht sauber montiert werden kann. Auch bei zeitkritischen Einsätzen, etwa nach einem Sturmschaden oder wenn eine einzelne Stelle in großer Höhe geprüft werden muss, ist der Seilzugang oft in Stunden startklar, während ein Gerüst Tage bis Wochen Vorlauf braucht. Bei sehr großen, durchgehend zu bearbeitenden Flächen kann ein Gerüst dagegen wirtschaftlicher sein, weil mehrere Personen gleichzeitig arbeiten können. Die ehrliche Antwort ist deshalb: Es kommt auf die konkrete Aufgabe an. Bei einer Vor-Ort-Einschätzung sagen wir Ihnen offen, ob Seilzugang die richtige Lösung ist oder ob ein anderes Verfahren sinnvoller wäre.

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Was bedeutet FISAT Level 3 für mich als Auftraggeber?

FISAT ist der deutsche Fachverband für seilunterstützte Arbeitstechniken, und die Ausbildung ist in drei Stufen aufgebaut. Level 3 ist die höchste Stufe und bedeutet Aufsichtsführung: Wer sie hält, darf nicht nur selbst am Seil arbeiten, sondern auch komplette Einsätze planen, die Rettungskette für ein ganzes Team organisieren und die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben nach TRBS 2121-3 verantworten. Für Sie als Auftraggeber heißt das konkret: Sie beauftragen keinen einzelnen Kletterer, sondern jemanden, der die Sicherheitsverantwortung für den gesamten Einsatz trägt, auch wenn weitere Techniker eingesetzt werden. Das reduziert Ihr eigenes Haftungsrisiko als Auftraggeber, weil die fachliche und rechtliche Verantwortung klar bei einer qualifizierten Stelle liegt. In der Praxis zeigt sich das auch daran, dass andere Kletterfirmen und Facility-Management-Betriebe Level-3-Fachkräfte gezielt für schwierige oder ungewöhnliche Einsätze hinzuziehen.

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Brauche ich für Höhenarbeiten im Seilzugang eine Genehmigung?

Ein klassisches Gerüst benötigt in vielen Fällen eine Sondernutzungserlaubnis, sobald es öffentlichen Straßenraum wie Gehweg oder Parkfläche beansprucht, und das kostet Zeit und zusätzliche Gebühren. Seilzugangstechnik kommt in der Regel ohne solche Aufbauten im öffentlichen Raum aus, wodurch dieser Genehmigungsschritt oft entfällt. Das ist aber keine pauschale Garantie: Bei denkmalgeschützten Gebäuden, bestimmten Innenstadtlagen oder wenn während der Arbeiten Teile der Fassade oder des Gehwegs abgesperrt werden müssen, können trotzdem Auflagen des Bezirksamts oder der zuständigen Behörde greifen. Wir prüfen das bei Bedarf gemeinsam mit Ihnen vor Einsatzbeginn und sagen Ihnen ehrlich, ob in Ihrem konkreten Fall etwas zu klären ist. Im Zweifel lohnt sich ein kurzer Anruf beim zuständigen Bauamt, das können wir bei Bedarf auch übernehmen.

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Wie läuft eine Bauwerksinspektion im Seilzugang ab?

Der Ablauf ist bewusst unkompliziert gehalten. Nach einer kurzen Erstbeschreibung Ihres Anliegens, zum Beispiel Risse in der Fassade, Verdacht auf lose Bauteile oder eine turnusmäßige Prüfung, vereinbaren wir einen Vor-Ort-Termin. Am Objekt wird der Zugang über Seiltechnik hergestellt, das geht bei den meisten Gebäuden innerhalb kurzer Zeit, ganz ohne Gerüstaufbau. Anschließend erfolgt die visuelle Prüfung der relevanten Bauteile direkt am Objekt, ergänzt durch eine lückenlose Fotodokumentation aus nächster Nähe, die mit einem Fernglas oder von der Drohne aus so nicht möglich wäre. Im Anschluss erhalten Sie einen schriftlichen Bericht mit Bildmaterial, einer Einschätzung des Zustands und, falls nötig, einer Handlungsempfehlung für die weiteren Schritte. Der große Vorteil gegenüber einem Gerüst: Was dort Wochen an Vorlauf kostet, ist im Seilzugang oft an einem einzigen Tag erledigt, inklusive Bericht.

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Was ist Erstsicherung und wann brauche ich sie im Notfall?

Erstsicherung bedeutet, eine akute Gefahrenstelle so schnell wie möglich zu entschärfen, ohne dass sofort die endgültige Reparatur erfolgen muss. Typische Fälle sind lose Dachziegel oder Fassadenteile nach einem Sturm, herabfallende Putzstücke oder beschädigte Bauteile, die Passanten oder Fahrzeuge gefährden könnten. In solchen Situationen zählt vor allem eines: die Gefahrenstelle zeitnah sichern, zum Beispiel durch Fixierung, Abdeckung oder Fangnetz, damit nichts weiter herunterfällt und der Bereich wieder sicher begehbar ist. Die eigentliche, dauerhafte Reparatur kann danach in Ruhe geplant werden. Wichtig zu wissen: Erstsicherung ersetzt keine Sanierung, sie überbrückt die Zeit bis dahin sicher. Bei einem akuten Fall erreichen Sie uns telefonisch, und wir klären mit Ihnen, wie schnell ein Einsatz möglich ist.

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Was ist Standby Rescue und wer braucht das?

Standby Rescue bedeutet, dass während einer Höhenarbeit eine ausgebildete Rettungskraft direkt vor Ort bereitsteht, um im Ernstfall sofort eingreifen zu können. Das ist überall dort gesetzlich vorgeschrieben oder dringend empfohlen, wo Personen in der Höhe arbeiten, sich aber im Notfall nicht selbst retten könnten, etwa bei Kranarbeiten, auf Gerüsten in schwer zugänglichen Bereichen oder bei Arbeiten an Windenergieanlagen. Ohne eine funktionierende Rettungskette dürfen solche Arbeiten oft gar nicht erst beginnen. Wir übernehmen diese Rolle für Baustellen und Industriebetriebe: Wir stehen bereit, kennen die Rettungstechniken aus der Seilzugangstechnik und sorgen dafür, dass Ihr Team sicher und regelkonform arbeiten kann. Das betrifft nicht nur unsere eigenen Einsätze, sondern auch die anderer Gewerke, die in der Höhe tätig sind.

Standby Rescue →

Wofür werden Schutz- und Personenfangnetze eingesetzt?

Schutz- und Personenfangnetze werden dort montiert, wo bei Arbeiten in der Höhe Menschen oder Gegenstände abstürzen könnten. Sie fangen entweder Personen auf, die aus der Absturzsicherung fallen, oder verhindern, dass Werkzeug, Material oder Bauschutt nach unten fällt und Passanten, Mitarbeiter oder parkende Fahrzeuge gefährdet. Eingesetzt werden sie zum Beispiel bei Fassadenarbeiten über belebten Gehwegen, bei Arbeiten unterhalb von Baugerüsten oder als zusätzliche Sicherung bei Dach- und Höhenarbeiten, bei denen ein einfacher Auffanggurt allein nicht ausreicht. Die Montage erfolgt im Seilzugang häufig genau an den Stellen, die mit einem Gerüst kaum oder nur mit großem Aufwand erreichbar wären. Nach Abschluss der eigentlichen Arbeiten werden die Netze wieder fachgerecht demontiert.

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Wie sicher ist Arbeiten im Seilzugang wirklich?

Seilzugangstechnik gehört zu den am striktesten geregelten Verfahren für Arbeiten in der Höhe. Grundprinzip ist das Zwei-Seil-System: Ein Arbeitsseil trägt die Last, ein zweites, unabhängiges Sicherungsseil fängt im unwahrscheinlichen Fall eines Versagens sofort auf. Dazu kommt das Zwei-Personen-Prinzip, bei dem grundsätzlich niemand allein am Seil arbeitet, sondern immer ein zweiter, ausgebildeter Techniker vor Ort ist, der im Notfall sofort reagieren und retten kann. Ausrüstung, Ausbildung und Abläufe folgen der TRBS 2121-3 sowie den internationalen Normen für seilunterstützte Zugangs- und Positionierungstechnik. Ergänzt wird das durch eine weltweit gültige Berufshaftpflichtversicherung, die auch bei Einsätzen außerhalb Deutschlands greift. In der Fachwelt gilt professionell durchgeführte Seilzugangstechnik als eines der sichersten Verfahren für Arbeiten in der Höhe überhaupt, gerade weil die Regeln so konsequent eingehalten werden.

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Wie schnell ist ein Industriekletterer bei einem Notfall vor Ort?

Bei einem akuten Fall, etwa nach Sturmschäden oder wenn eine Gefahrenstelle sofort gesichert werden muss, zählt jede Stunde. Wie schnell ein Einsatz möglich ist, hängt vom Standort in Berlin, der aktuellen Auftragslage und der Art des Notfalls ab, deshalb möchten wir hier keine pauschale Zeit versprechen, die wir nicht in jedem Fall halten könnten. Was wir zusagen können: Bei einem Anruf klären wir sofort, wie dringend der Fall ist und wie schnell wir vor Ort sein können, meist deutlich schneller, als es mit einem Gerüst überhaupt möglich wäre. Der schnellste Weg zu uns im Notfall ist immer der Griff zum Telefon, nicht das Kontaktformular.

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Was kostet Seilzugangstechnik im Vergleich zu einem Gerüst?

Ein Gerüst verursacht Kosten, bevor überhaupt gearbeitet wird: Auf-, Abbau, Standzeit und oft ein mehrwöchiger Vorlauf, ganz unabhängig davon, wie lange die eigentliche Arbeit dauert. Bei der Seilzugangstechnik entfallen diese Fixkosten fast vollständig, abgerechnet wird nach tatsächlichem Aufwand. In der Branche ist deshalb häufig von Einsparungen die Rede, die je nach Gebäude, Höhe und Aufgabe spürbar ausfallen können, verlässliche pauschale Prozentzahlen gibt es dafür aber nicht, weil jedes Objekt anders ist. Wie günstig oder teuer ein Einsatz in Ihrem konkreten Fall wird, hängt von Zugänglichkeit, Aufwand und benötigter Zeit ab. Am schnellsten bekommen Sie einen realistischen Richtwert über unseren Kostenrechner, der Ihnen ohne Registrierung eine erste Preisspanne nennt, oder über ein kurzes, unverbindliches Gespräch.

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